Farmland-Zaun für historisches Schloss

Im deutschen Tecklenburg liegt das historische Schloss „Wasserschloss Haus Marck“. Das Schloss ist eine Touristenattraktion und dient auch als kultureller Ort, an dem Vorträge gehalten und Schlosskonzerte und Vorstellungen im Freilufttheater des Schlossparks gegeben werden.

Der Instandhaltung des Schlosses und der umliegenden Natur wird hohe Priorität eingeräumt, und als ein Teil der Park- und Wegeanlage rund um das Schloss eingezäunt werden sollte, fiel die Wahl auf den Naturzaun Farmland in den Ausführungen mit sowohl 2 als auch 3 Planken.

Farmland ist ein klassischer Zauntyp, der ursprünglich aus Nordamerika stammt. Der Zaun besteht aus Zedernholz (Western Red Cedar) und wird durch Spalten der mächtigen Baumstämme in rustikale Pfähle und Planken hergestellt. Die Planken werden ohne Verwendung von Nägeln oder Schrauben in Löchern in den Pfosten montiert.

Die Umzäunung wurde von Poda Zaun Tecklenburger Land durchgeführt, und das Montageteam hat mehrere Speziallösungen konstruiert, damit sich der Zaun harmonisch in die idyllische Umgebung einfügt.

Der Zaun sollte dem Wegeverlauf folgen, und dies galt auch für ein Doppeltor, das genau dort stehen sollte, wo der Weg eine Biegung macht. Die Torflügel wurden daher in einem Winkel montiert und mit einem speziell für diesen Zweck entsprechend angewinkelten Überwurf geschlossen. Bei den Toren handelt es sich übrigens um das klassische Modell „Country House“ in 240 cm Länge. 

 Ein spezieller, abgewinkelter Verschluss ermöglicht es den Toren, der Wegbiegung zu folgen.

Im Schlosspark gibt es einen Nebenweg, der zu einem privaten Teil des Schlossparks führt. Dieser Weg wird nur gelegentlich benutzt, und die beste Lösung war ein ununterbrochener Zaun entlang des Hauptweges. Daher wurde im Zaun eine 3 Meter breite Öffnung angebracht, in der die Planken an Halterungen aus Edelstahl montiert sind. Wenn ein Zugang erforderlich ist, können die Planken einfach abgehoben werden. Eine elegante und diskrete Lösung, die verhindert, dass das Publikum versehentlich in einen privaten Bereich gelangt.

 Abnehmbare Planken ermöglichen hier den gelegentlichen Zugang durch den Zaun.

Aus Gründen des Brandschutzes muss die Feuerwehr über eine 6 Meter breite Schranke Zugang haben. Die Schranke wurde im gleichen Stil und Material wie der Farmland-Zaun nach Maß gefertigt – ein weiteres elegantes Detail des neuen Zauns, das sich harmonisch in die Umgebung einfügt.

 Eine speziell angefertigte Schranke im gleichen Stil und Material wie der Farmland-Zaun.

Paddock-Anlage für Stall Fromberger

Das Gut Osterrade, unter der Leitung von Jan-Pierre Fromberger in Schleswig-Holstein, unterhält eine Hengst- & Besamungsstation (Zucht und Vermittlung) sowie einen Sport-Stall mit Springpferden (Turnierpferde und Ausbildung).  

Für den „Stall Fromberger“ sollte eine umfangreiche Paddock-Anlage für Hengste und Springpferde erstellt werden. Die Planung und Ausarbeitung der Anlage erfolgte in Zusammenarbeit mit Karl-Bernd Gayer von PODA Zaun Tecklenburger Land und dem Besitzer von Gut Osterrade, Jan-Pierre Fromberger. Die anschließende Umsetzung wurde von den Mitarbeitern Ron Lüdenbach, Ismail Khalil und Thorsten Engbring von PODA Zaun Tecklenburger Land realisiert.

Die Umsetzung

Für die Paddocks der Zuchthengste wurde ein 4-riegeliger Zaun aus Kiefernholz in salzbrauner Kesseldruckimprägnierung mit einer Höhe von 180cm verbaut. Als Eingang wurden Country House Tore in ebenfalls salzbrauner Kesseldruckimprägnierung und einer Höhe von 145cm gewählt, die sich durch ihre 5 Querriegeln und ihrer geschmackvollen Optik auszeichnen.

Die Anlage für die Zuchthengste besteht aus insgesamt 4 Paddocks (12 x 18 Meter pro Paddock). Die Paddocks wurden einander gegenüberliegend mit einem Abstand von 2,5 Meter angeordnet, damit die Hengste nicht aneinandergeraten können.

Die Paddocks für die Springpferde wurden 3-riegelig auf einer Höhe von 150cm angelegt. Hier wurden teleskopierbare, feuerverzinkte Weidetore verwendet, die um einen Meter ausziehbar sind und der Paddock-Öffnung angepasst werden können.

Die Anlage für die Springpferde besteht aus 8 Paddocks (12 x 18 Meter pro Paddock). Es wurden immer 2 Paddocks gegenüberliegend angeordnet, sodass jeweils 4 Paddocks mit einem Gang versehen werden konnten.

Als stromführenden Draht wurde für die Paddock-Anlage eine geflochtene Kunststofflitze Vidoflex 9 TurboLine Plus in Braun gewählt. Vidoflex hat den Vorteil, ultraleicht, extrem stabil und reißfest zu sein. Mit 9 Leiterdrähten bietet diese Litze ein Optimum an Leistung und Haltbarkeit.

Das Konzept

Die komplette Paddock-Anlage ist als Blockbauweise angelegt, bei dem jedes Paddock hat ein Maß von 12 18 Meter aufweist. Die Paddocks verfügen über abgerundete Ecken, damit die Pferde nicht abrupt in den Ecken anhalten, sondern wie beim Longieren weitergeleitet werden. So können Sehnen- und Bänderschäden minimiert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Pferde mit dieser Bauweise nicht dazu neigen, über den Zaun zu springen. Pro Paddock wird nur ein Pferd gehalten.

Wolfsschutzzaun für Alpakas

In Oberwiesenthal, der höchstgelegenen Stadt Deutschlands, Nahe der tschechischen Grenze, wurde ein vom Bundesland Sachsen geförderter Wolfsschutzzaun errichtet. Das umfangreiche Zaunprojekt wurde von Poda Zaun OWL, unter der Leitung von Axel Friedrichsmeier, im Oktober 2019 realisiert.

Die Aufgabe

Auf dem Betrieb eines Alpakazüchters war es zu einem Wolfsriss gekommen. Glücklicherweise wurden lediglich die Schafe auf der Weide neben den Alpakas angegriffen und nicht die wertvollen Zuchttiere. Da jedoch alle Weidetiere einer ständigen Gefährdung durch das Wolfsrudel auf der anderen Flussseite in Tschechien ausgesetzt waren, musste ein Wolfsschutzzaun errichtet werden. Planung, Durchführung und Abschluss der Baumaßnahmen erfolgten allerdings unter besonderen Herausforderungen.

Zeitfaktor

Aufgrund der Gefährdungslage mussten alle 80 Weidetiere jeden Abend von der Weide in die Ställe gebracht werden. Ein hoher täglicher Aufwand für den Gutsbesitzer, gepaart mit der Ungewissheit, wie die Tiere mit der neuen Situation umgehen, die nicht gewohnt sind, im Sommer in einem geschlossenen Stall zu übernachten.

Da in Oberwiesenthal, das am Fuß des Fichtelbergs liegt, bei einer Höhe von 800-1200 m schon Ende Oktober mit Schnee und Eis zu rechnen war, bestand ein hoher Termindruck, das Projekt vor Wintereinbruch fertigzustellen. Aus diesem Grund wurden bereits die notwendigen Materialien bereitgestellt und vordisponiert, damit bei Auftragserteilung umgehend mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte. Gleichzeitig kümmerte sich der Auftraggeber um die Rissbestätigung und Genehmigung der Fördermittel. Nach der Förderzusage und der anschließenden Auftragserteilung musste das vorbereitete Projekt innerhalb von zwei Wochen umgesetzt werden.

Schwieriges Gelände

Die Geländesituation stellte eine besondere Herausforderung dar. Die zu sichernden Weidewiesen lagen im starken Hang, in dem sich die Alpakas als Kletterkünstler wohlfühlen. Zudem waren einige Stellen nicht mit den Maschinen erreichbar, und mit Blick auf den Gutshof am Fichtelberg, musste auch mit einem steinigen und felsigen Untergrund unter der Grasnarbe gerechnet werden. Wie sich herausstellte, wiesen einige Stellen entlang der natürlichen Bachläufe schon fast moorige Passagen auf. Ebenso musste ein Teil des Zaunabschnittes entlang der Gleisschienen der Fichtelberg-Bahn gebaut werden. Die Baustellenlogistik war schwierig, weil nur auf schmalen Straßen entladen werden konnte und eine Tiefbaustelle an der zentralen Kreuzung die täglichen Fahrtwege erschwerte.

Zaunlösung

Für den Schutz der Tiere wurde ein Geflechtzaun über 1000 m Poda Supernet montiert. Dieses Hochleistungsgeflecht zeichnet sich durch nicht nachlängende, waagerechte High-Tensile-Drähte und durchgängige, senkrechte Drähte mit einer superfesten Knotenlösung an jeder Drahtkreuzung aus.

Für den Wolfsschutz wurde das Geflecht 50 cm tief eingegraben. Ebenso erhielt die Zaunanlage leistungsstarke Weidezaungeräte und einen elektrischen Überkletterschutz oberhalb des Geflechtes, genauso wie entsprechende Untergrabschutzkomponenten unter den verschiedenen Toren und Durchlässen.

Als Pfosten wurden mehrere Hundert Robinienpfähle – das europäische Hartholz – verbaut. Da das Geflecht mit einer hohen Zugspannung auf die Ecken und Richtungswechsel wirkt, wurden in den Ecken spezielle Konstruktionen verbaut, damit das Geflecht entsprechend festgespannt werden konnte.

Für die Standfestigkeit der Pfosten, insbesondere bei geöffnetem Montagegraben, sorgte die Montage mittels einer Pfahlramme. Diese Spezialmaschine machte die Montage erst möglich. Durch die entsprechende Ausrüstung der Maschine konnten die Poda Monteure auf dem Grabenaushub stehend auch im steilen Hang noch sicher die Pfosten einschlagen.

Als Torlösungen wurden spezielle Leichttore mit einer Gitterfüllung verwendet. Über den Toren wurden dann die Überklettersicherung mit Bungee-Cord Sets realisiert.

Hand-in-Hand-Arbeit

Bei allen Arbeiten und Wegstrecken musste achtsam vorgegangen werden, da sich die Tiere auf den angrenzenden Weiden befanden oder auf Flächen standen, auf denen gearbeitet wurde oder die befahren werden mussten. Am Ende des Tages musste die Zaunanlage geschlossen sein, denn es durfte dem Wolf kein Zugang gewährt werden.

Auch der Auftraggeber selbst unterstützte die Poda Monteure bei den Rückbauarbeiten und beim Herstellen der Gräben. Die Arbeiten gingen zum Teil bis spät in die Abendstunden, damit das Team am nächsten Morgen wieder entsprechend weiterbauen konnten.

Es gab während der Bauzeit einige Herausforderungen – von den fröhlichen bis zu sorgenvollen Momenten war alles vertreten. Am Ende haben alle Beteiligten dafür gesorgt, dass die Alpaka-Wolfsschutzanlage rechtzeitig vor dem ersten Schnee komplett fertiggestellt wurde. Ziel erreicht!

Weitere Projekte

Als weiteres Projekt – allerdings erst nach der Schneeschmelze – wird ein Otterschutzzaun mit mechanischem Überkletterschutz für die Teichanlage entstehen. Hierfür wird Poda Zaun OWL das passende Geflecht und Know-how liefern.

Danksagung

„Kompetente, schnelle und freundliche Arbeit hat die Firma Friedrichsmeier auch bei uns in Oberwiesenthal geleistet. Im schwierigen Gelände wurde ein Wolfsschutzzaun für unsere Alpakas errichtete, der keine Wünsche offenlässt.

Vielen Dank! „

Fritz-Jürgen Hieke und Romy Schmidt